heute hatte ich künstliche Intelligenz gefragt, was denn der Sinn des Lebens sei. Nicht etwa, weil ich diesen suche, sondern weil ich neugierig war. Und diese Neugier wurde belohnt. Die Antwort fiel länger aus, als angenommen hatte, sie sein würde, doch gegen Ende dieser meinte es etwas interessantes in Form einer Frage. So ungefähr, ob denn vielleicht der Sinn des Lebens der sein könnte, danach zu suchen. Meine Erinnerung in diesem Zusammenhang ist schlecht. Es ist auch unwichtig, was diese zu sagen hat. Interessant jedoch, was ich als Mensch in diesem Kontext tue.
Nun, ich schreibe jetzt an dich, um einen Sinn zu erfüllen, den ich eben so verstanden und begriffen hatte, als ich den ersten Absatz schrieb. Vielleicht ist der große Sinn unseres Lebens, wie ein Mosaik, aus vielen kleinem Sinn, dann erst den großen Sinn zu leben.
Was ist der kleine Sinn jetzt? Für dich da zu sein, weil ich spüre, dass du in deinem Leben, insbesondere wenn es um den, den du mit deinem – ich unterstelle dir das nun einmal instinktiv – erhofften Therapieplatz geht, einen gewissen Sinn zu erfüllen suchst, sehr allein bist. Du hast zwar einen Vater, und eine Oma, und ein paar Onkel und Tanten und vier Geschwister und so weiter, auch einen Ehemann und zwei Kinder, doch du bist allein. Du warst allerdings zwei Mal ungefähr zehn Monate nicht allein. Aber das Gefühl, über diese Aussage, und jenen Zustand, ist natürlich nur eine Ahnung … Theorie, ist klar.
Und jetzt hast du einen Haufen Leute herum um dich, und du bist wieder allein. Mutterseelenallein. Du bist zwar eine Mutter, und ich bewundere dich dafür, dass du diesen Weg eingeschlagen hast, und bin ein bisschen neugierig, wen du als Vorbild in diesem Kontext hattest? Möglicherweise deine Patentante?
Aber ich schweife ab.
Für mich ist der große Sinn MEINES Lebens, beispielsweise für dich da zu sein. Letztes Jahr hatte ich das begriffen, als ich in Verbindung zu Maßume stand. All dieses Leid, all diese Traumen, all diese Erfahrungen, all diese Herausforderungen, von denen die Welt nichts weiß, um für beispielsweise Maßume, dich, und vielleicht andere, da zu sein. Und nicht (nur), um zu helfen, sondern um sinnvoll zu begleiten. Auch wenn ich noch nicht voll ausgereift bin, in dieser Hinsicht und natürlich auch viel lerne.